INA REGEN ist eine der wandlungsfähigsten Künstler:innen Österreichs. Mit ihrem einfühlsamen, tiefsinnigen und doch hoffnungsvollen Dialekt-Pop hat sie sich seit ihrer Debütsingle „Wie a Kind“ im Jahr 2017 zu einer der wichtigsten Stimmen des Landes entwickelt.
Ihre Bandbreite als Liedermacherin reicht von intimer Solo-Performance am Klavier über ansteckende Bühnen-Shows mit ihrer Band bis zu opulentem 85-Personen Sinfonie-Orchester. Getragen wird sie dabei immer von ihrer unverwechselbar samtigen und doch kraftvollen Stimme, einer mutigen Verletzlichkeit und empathischen Offenheit.


Mit 32 war ich als Musikerin und Backgroundsängerin in Österreich etabliert, der Kalender voll, doch mein Herz wurde immer leerer. Ich träumte von einem Soloprojekt, aber die Zeit schien davonzulaufen.
Also löste ich mich von allen Verpflichtungen und widmete mich ein Jahr lang nur der Kreativität. Nach Ablauf dieser von mir selbst festgelegten Frist schien mein Traum weiter entfernt denn je zuvor. Fast bereit mich von diesem Traum zu verabschieden, setzte ich mich ans Klavier und fand wonach ich so lange gesucht hatte.
Dass ich meinen künstlerischen Ausdruck ausgerechnet im oberösterreichischen Dialekt finden würde, überraschte mich selbst wahrscheinlich am allermeisten. Am 11. November veröffentlichte ich „Wie a Kind“ mit einem mit Freunden gemachten Musikvideo. Eine Million Streams in zehn Tagen.
Das Duett mit Conchita Wurst, „Heast as net“, katapultierte mich endgültig in die Charts. Zeit, meinen Beruf als Gesangspädagogin aufzugeben. Endlich Künstlerin sein.


Plattenvertrag mit einem Major Label, Amadeus Nominierungen, mein 5. Konzert mit meiner eigenen Musik spielte ich vor 80.000 Menschen. Im November erschien „Klee“, mein Debütalbum über die aktive Suche nach Glück. Dass es auf Anhieb Platz 1 erreichte, war überwältigend. Jahresschluss-Highlight: mit Helene Fischer in ihrer phänomenalen Weihnachtsshow gemeinsam „Heast As Net“ singen & jodeln.
Debütalbum „Klee“ – #1 der Albumcharts
„Klee“ wurde als „Album des Jahres“ ausgezeichnet, ich erhielt eine Goldene Schallplatte. Doch dann die Diagnose: Meine Stimme war verletzt. Eine Operation war nötig. Ich verbrachte Wochen mit Schweigen und Hoffen, später mit disziplinierter Therapie und Stimmtraining. Jahresschluss-Highlight: als Support von Gregor Meyle auf Deutschland-Tour
Amadeus Award – Album des Jahres


Zum internationalen Frauentag startete ich das Charity-Projekt „Sie – ungewöhnlich selbstverständlich“. Die Premiere im Wiener Konzerthaus war ein voller Erfolg – doch nur zwei Tage später traf uns das Veranstaltungsverbot.
Wir trafen uns täglich auf Instagram Live, tranken gemeinsam Rotwein, und daraus entwickelte sich der „Rotweinplausch“ – mein Podcast. Vielleicht war das der Urknall des Inaversums.
Das erste Halbjahr prägte „Starmania“, wo ich als Jurorin engagiert war und versuchte, jeden Freitag Abend im Hauptabendprogramm junge Künstler:innen ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten. Gleichzeitig erschien mein 2. Album „røt“ – dank eurer Unterstützung wieder auf Platz #1 der Albumcharts.
„røt“ – #1 der Albumcharts • Starmania-Jurorin


Die größten Konzerte meines Lebens fanden unter den schrecklichsten Vorzeichen statt: Als Russland der Ukraine den Krieg erklärte, organisierte Wien gleich zwei große Benefizkonzerte – im Stadion und am Heldenplatz.
Trotz allem ging die kreative Arbeit weiter: Ich komponierte erstmals Filmmusik und kollaborierte mit Verena Altenberger und der Indie-Band Garish.
„Fast wie Radlfahrn“ war das erste Album, das ich komplett selbst verantwortete. Mein Label „Nannerl“ – benannt nach Maria Anna Mozart – sollte mich täglich erinnern: Die Geschichte hat weibliche Talente schon oft verschluckt.
Ein Sommer wie im Märchen – zwischen Partituren und Mikrophonen entsteht ein Orchesteralbum im Studio mit David Bronner. Bis zum November: David Bronner stirbt völlig unerwartet.
Label NANNERL gegründet


Mit vereinten Kräften vollendeten wir das Orchesteralbum. Die Release-Konzerte im Festspielhaus St. Pölten und im Goldenen Saal des Musikvereins Wien wurden zu unvergesslichen Abenden. Dass ein Orchesteralbum auf Platz 1 landete, war ein kleines, bittersüßes Wunder.
Orchesteralbum #1 • Ausverkaufte „40… und weiter“-Tour
Mit „Liebe is Widerstand“ veröffentlichte ich meine erste Single des fünften Albums. Im August folgte „Du bist da“, ein Song, der sich überraschend zu einem leichtfüßigen Radioliebling entwickelte.
„und näher“ war ein Live-Experiment, das mir sehr am Herzen liegt. Ich wollte uns zu Jahresende wieder zusammenbringen - zu uns selbst, zueinander und zu handgemachter Musik. A capella, unplugged, mit all ihrer Verletzlichkeit und Lebendigkeit. Jeder Abend ein kostbarer Marmeladenglaslmoment.

Wie bleibt ein Herz weich in einer harten Welt? Mein fünftes Album, „Revolution der Liebeslieder“, ist mein Handbuch fürs Stehaufherz. Es ist mein liebevolles Trotzdem. Denn wenn die Welt uns taub machen will, drehen wir die Liebe laut.